Wissen & Hilfe / Mithelfen & Unterstützen
Du brauchst nicht automatisch eine eigene Drohne, um dich für die Rehkitzrettung einzusetzen. Neben dem verantwortlichen Piloten werden Helfer am Boden und Menschen für Absprachen, Material und Organisation gebraucht. Welche Aufgabe passt, wird vor dem Einsatz gemeinsam geklärt.
Warum die Drohne allein nicht reicht
Der Deutsche Tierschutzbund betont zum Saisonstart 2026, dass sowohl geeignete Technik als auch engagierte und geschulte Helfer erforderlich sind. Tierfunde müssen kontrolliert, Abläufe abgesprochen und Schutzmaßnahmen zuverlässig begleitet werden. Ehrenamt bedeutet daher nicht, einfach ohne Einweisung auf einer Wiese mitzulaufen. [1]
Welche Aufgaben infrage kommen
Am Boden: Nach Einweisung bei der Orientierung und Kontrolle helfen, Absprachen befolgen und Beobachtungen eindeutig zurückmelden. Der konkrete Umgang mit Tieren gehört in die Hände geeigneter, eingewiesener Personen.
In der Organisation: Verfügbarkeit abstimmen, Angaben zu Flächen sortieren und bei Terminänderungen die richtigen Personen erreichen.
Beim Material: Mit vereinbarter Checkliste prüfen, ob benötigte Ausrüstung vollständig, sauber und transportbereit ist. Reparaturen oder Ladeaufgaben nur übernehmen, wenn der Umgang damit geklärt ist.
In der Öffentlichkeitsarbeit: Erlaubte Fotos ordnen, Hinweise für Landwirte weitergeben und die Vereinsarbeit erklären. Persönliche Daten, genaue Fundorte und Bilder von Personen nicht ungeprüft veröffentlichen.
Diese Beispiele sind Möglichkeiten zur Mitarbeit, keine Zusage, dass für jede Aufgabe jederzeit Plätze vorhanden sind. Auch wer nicht regelmäßig frühmorgens mitkommen kann, darf sein Interesse mitteilen.
So bereitest du deinen ersten Kontakt vor
Schreibe uns, aus welcher Gegend du kommst, wann du erreichbar bist und welche Aufgaben du dir zutraust. Hilfreich ist auch die Angabe, ob du mobil bist und lieber draußen oder organisatorisch mitarbeiten möchtest. Besondere Kenntnisse kannst du nennen; ein Lebenslauf mit sensiblen Unterlagen ist für eine erste Anfrage nicht erforderlich.
Unser Vorschlag für eine erste Nachricht: „Ich komme aus dem Raum Salzatal und möchte bei der Wildtierrettung helfen. Ich kann überwiegend am Wochenende und unterstütze gern bei Organisation oder Material. Bitte sagt mir, wie eine Einweisung und ein Kennenlernen möglich sind.“
Vor einem Einsatz klären, nicht erst auf dem Feld
Wer koordiniert das Team? Welche Kleidung und persönliche Ausrüstung werden erwartet? Wie werden Treffpunkt, Wetteränderungen und Absagen übermittelt? Welche Einweisung ist erforderlich? Wie sind Aufsicht und Versicherung für die vorgesehene Aufgabe geregelt? Diese Fragen solltest du vorher stellen. Eine Mitgliedschaft oder eine Versicherungsdeckung für jede denkbare Tätigkeit wird durch diesen Artikel nicht zugesagt.
Bewegungsfreiheit und Sicherheit müssen zu deiner Aufgabe passen. Eine körperlich anstrengende Tätigkeit im Gelände ist nicht für alle Menschen gleich geeignet. Das ist kein Ausschluss von ehrenamtlicher Mitarbeit, sondern ein Grund, eine passende Aufgabe zu finden.
Was Helfer nicht eigenmächtig tun sollten
Keine fremden Flächen auf eigene Faust absuchen, Tiere für Fotos aufscheuchen oder Kitze ohne Abstimmung mitnehmen. Wildtiere reagieren auf unnötige Nähe und Eingriffe; die Deutsche Wildtier Stiftung empfiehlt Abstand und Rücksicht gerade während der Jungenaufzucht. [2] Unbekannte Handgriffe werden nicht aus einem Internettext heraus improvisiert.
Wissen vertiefen und mitmachen
Beginne mit Ablauf und Vorbereitung einer Rehkitzsuche. Im Beitrag Hege und Naturschutz geht es außerdem darum, wie Hilfe über die Mähsaison hinaus aussehen kann.
Quellen und Einordnung
[1] Deutscher Tierschutzbund: Rehkitzrettung vor neuer Saison, 17.03.2026.
[2] Deutsche Wildtier Stiftung: Rücksicht bei Naturbesuchen.
Quellenstand: 16.10.2026. Redaktionelle Einstiegshilfe für WMM, mit KI-Unterstützung erstellt. Konkrete Aufgaben, Einweisung und Einsatzbedingungen werden persönlich vereinbart.

