
NATUR & GEMEINSCHAFT
Natur und Gemeinschaft
Aktive Hege im Revier, Pflege von Lebensräumen und Jagdeinrichtungen, Wildtierhilfe und verantwortungsvolles Wildtiermonitoring.
Ehrenamt beginnt mit Menschen.
Du möchtest selbst aktiv werden? Auf unserer Seite Ehrenamt in der Wildrettung im Saalekreis lernst du mögliche Aufgaben am Boden, in der Organisation und rund um die Technik kennen und kannst direkt Kontakt aufnehmen.
Wir möchten Menschen für den Schutz von Wildtieren, die heimische Natur und verantwortungsvolle Gemeinschaft begeistern. Nicht jeder muss Jägerin, Jäger oder Drohnenpilot sein: Auch Organisation, praktische Hilfe und Wissenstransfer sind wertvoll.

Neu: Wissen & Hilfe. In unserer Wissenssammlung zu Hege und Lebensräumen findest du ausführliche Erklärungen, Pflanzenporträts und Wissen über heimische Wildtiere.
Naturschutz ist für uns praktische Hege im Revier
Zum Natur- und Wildschutz gehören für uns die Hege im Jagdrevier, die Verbesserung von Lebensräumen, die Betreuung und Kontrolle von Jagdeinrichtungen sowie die Hilfe für Wildtiere. Wir möchten Bestände beobachten, Veränderungen erkennen und uns dort engagieren, wo eine verantwortungsvolle Revierarbeit Wild, Natur und Landwirtschaft miteinander in Einklang bringt. Jagdliche Maßnahmen erfolgen nur mit Zustimmung und unter Verantwortung der jeweils Jagdausübungsberechtigten.
Vier Schwerpunkte unserer Revier- und Naturschutzarbeit
Wild- und Naturschutz ist vielfältig. Neben der Rehkitzrettung möchten wir praktische Aufgaben in den Revieren verantwortungsvoll begleiten – gemeinsam mit den jeweils Berechtigten, erfahrenen Jägern und ehrenamtlichen Helfern.
Hege und Lebensraumpflege
Wir beteiligen uns an der Pflege geeigneter Lebensräume und sprechen Maßnahmen wie Deckung, Äsung, Wildruhe und den Schutz empfindlicher Bereiche mit Revierverantwortlichen, Landwirtschaft und Forst ab. Ziel sind möglichst gesunde Wildbestände in einer vielfältigen Natur.
Jagdeinrichtungen pflegen und kontrollieren
Zu geordneter Revierarbeit gehört auch die Kontrolle und fachgerechte Pflege von Hochsitzen, Kanzeln, Leitern und anderen Jagdeinrichtungen. Sicherheit, Erlaubnis des Verantwortlichen und die Regeln der jeweiligen Schieß- und Jagdpraxis haben dabei Vorrang.
Wildtiere schützen und ihnen helfen
Vor der Mahd unterstützen wir bei der Suche nach Rehkitzen. Bei verletztem oder hilfsbedürftigem Wild kommt es darauf an, die Situation richtig einzuschätzen und zuständige Jagdausübungsberechtigte sowie gegebenenfalls weitere Fachleute einzubeziehen. Wildtiere werden nicht eigenmächtig entnommen oder umgesetzt.
Wildbestände und Populationen beobachten
Wildbeobachtungen, Bestandsentwicklung, Wildschäden und Veränderungen im Lebensraum helfen, geeignete Hegemaßnahmen zu planen. Eine mögliche Regulierung von Wildbeständen ist Teil gesetzlich geregelter Jagdausübung und liegt bei den dazu Berechtigten – nicht bei beliebigen Helfern. Abschussplanung und Schonzeiten sind zu beachten.
Gemeinsam statt allein: Die Mitwirkung im Revier erfolgt nach Absprache mit Eigentümern, Flächennutzern und Jagdausübungsberechtigten. Nicht jede Tätigkeit darf ohne jagdrechtliche Befugnisse ausgeführt werden.
Wildschäden vermessen und dokumentieren – Lernen mit moderner Technik
Auch die Erfassung von Wildschäden gehört für uns zur praktischen Revierarbeit und Ausbildung. Wir möchten Mitgliedern und Jagdschülern zeigen, wie sich betroffene land- oder forstwirtschaftliche Flächen erkennen, dokumentieren und mit geeigneter Technik vermessen lassen. Dabei verbinden wir Beobachtungen vor Ort mit Drohnenbildern, Karten und digitaler Flächenauswertung.
Wildschäden vor Ort erkennen
Wie sehen Verbiss, Fege-, Schäl- oder landwirtschaftliche Fraß- und Wühlschäden aus? Wir lernen, Schadbilder richtig einzuordnen, Beobachtungen festzuhalten und Ursachen nicht vorschnell einem einzelnen Wildtier zuzuschreiben.
Flächen mit Drohne und Karte erfassen
Mit unserer DJI Matrice 4T können wir im Rahmen geeigneter Übungs- und Revieraufgaben Bildmaterial erfassen. Digitale Karten helfen, Schadstellen zu lokalisieren, ungefähre Flächenausdehnungen nachzuvollziehen und Ergebnisse übersichtlich darzustellen.
Messen, vergleichen und auswerten
Im Ausbildungsrahmen üben wir das Abgrenzen von Schadflächen, das Schätzen und Berechnen von Flächengrößen sowie die nachvollziehbare Dokumentation mit Lageangaben, Fotos und Beobachtungszeitpunkten. Messwerte sind stets auf ihre Genauigkeit zu prüfen.
Praxiswissen für Jagd und Revier
Die Übungen fördern technisches Verständnis und helfen bei der Vorbereitung auf Aufgaben rund um Hege, Wildschadensbewertung und jagdliche Ausbildung. So lernen die Teilnehmer, mit Landwirten, Revierverantwortlichen und weiteren Beteiligten sachlich zusammenzuarbeiten.
Wichtig: Unsere Übungen sind zunächst Ausbildung und Dokumentation – kein amtliches Aufmaß, keine verbindliche Schadensfeststellung und kein Ersatz für ein fachliches Wildschadengutachten. Die DJI Matrice 4T liefert ohne geeignete Vermessungsmethodik keine automatisch rechtsverbindlichen Flächenmaße. Drohnenflüge, Aufnahmen und Arbeiten im Revier erfolgen nur im zulässigen Rahmen und in Absprache mit den Berechtigten.
Gemeinschaft und Nachwuchs
Gemeinsame Veranstaltungen, Ausbildung und Nachwuchsförderung schaffen Raum für Austausch, Erfahrung und neue Ideen. Altersgerechte Betreuung und qualifizierte Jugendaufsicht haben einen hohen Stellenwert.
Unser vierbeiniger Begleiter
Bodo – unser Jagdhund
Der Jagdhund Bodo steht für die Verbindung zwischen Mensch, Tier und praktischer Arbeit. Hundewesen und die verantwortungsvolle Beschäftigung mit Jagdhunden gehören zu den Interessen im Verein.

Mitmachen statt nur zusehen.
Egal ob du Zeit, Erfahrung oder neue Ideen mitbringst: Wir freuen uns über Menschen, die sich engagieren möchten.
Naturschutz beginnt vor der eigenen Haustür
Naturschutz beginnt direkt im Revier: Ruhezonen respektieren, Wildtiere und ihre Lebensräume beobachten, Deckung und Äsungsflächen verbessern, gefährliche Stellen erkennen und Jagdeinrichtungen sicher betreuen. Gemeinsam mit Landwirten, Waldbesitzern und Jagdausübungsberechtigten lassen sich viele Maßnahmen sinnvoll abstimmen. Die Rehkitzrettung vor der Mahd ist dabei ein besonders sichtbarer Teil unserer Arbeit.
Wir möchten Wissen weitergeben, bei der Hege helfen, Wildbestände und Wildschäden sachgerecht einschätzen und dort unterstützen, wo Zusammenarbeit vermeidbares Tierleid verringert. Nachhaltige Wildbewirtschaftung bedeutet, Entwicklungen zu dokumentieren und Maßnahmen stets an Hege, Jagdrecht, Schonzeiten und den Erfordernissen des jeweiligen Reviers auszurichten.
Hundewesen und verantwortungsvolle Ausbildung
Jagdhunde können in verschiedenen jagdlichen Zusammenhängen wertvolle Partner sein. Ein guter Umgang mit dem Hund beginnt mit Ruhe, Geduld, geeigneter Beschäftigung und tierschutzgerechtem Training. Dieses Verständnis prägt auch unsere Vereinsarbeit.
Bodo ist als Jagdhund ein vertrauter Begleiter. Bilder aus der Arbeit mit ihm zeigen, wie eng das Thema Hundewesen mit Verantwortung und Erfahrung verbunden ist. Dabei sind artgerechter Umgang und ein realistischer Blick auf die Bedürfnisse eines Hundes besonders wichtig.
Ehrenamt hat viele Gesichter
Draußen helfen
Bei passenden Einsätzen sind vorbereitete Helfer am Boden, zuverlässige Kommunikation und organisatorische Abstimmung notwendig.
Im Hintergrund organisieren
Planung, Material, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Kontaktpflege halten einen Verein arbeitsfähig.
Wissen weitergeben
Erfahrene Mitglieder unterstützen Ausbildung und Nachwuchs dort, wo Qualifikationen und rechtliche Voraussetzungen vorliegen.
Nachwuchsförderung und Gemeinschaft
Wir möchten jungen Menschen zeigen, warum Natur, Verantwortung und sichere Ausbildung zusammengehören. Dazu braucht es geeignete Betreuungsformen, qualifizierte Aufsicht und einen achtsamen Umgang mit Bild- und Personendaten, insbesondere bei Minderjährigen.
Vereinsveranstaltungen, Projekte und gemeinsame Arbeit fördern Austausch zwischen Generationen. Wer mitmachen möchte, ist eingeladen, sich über die möglichen Aufgaben und die Mitgliedschaft zu informieren.
