
DROHNE & TECHNIK
DJI Matrice 4T und Wärmebildtechnik
Einsatzmöglichkeiten und Grenzen unserer Wärmebilddrohne.
Unsere DJI Matrice 4T
Für die Wildtierrettung steht uns eine DJI Matrice 4T mit Wärmebildtechnik zur Verfügung. Die Drohne unterstützt unsere Helfer bei der Suche nach möglichen Wärmequellen auf landwirtschaftlichen Flächen vor der Mahd.

Wie funktioniert die Wärmebildsuche?
Eine Wärmebildkamera macht Temperaturunterschiede sichtbar. Ein Rehkitz kann dadurch unter geeigneten Bedingungen gegenüber seiner Umgebung auffallen. Die tatsächliche Erkennbarkeit hängt unter anderem von Vegetation, Bodenwärme, Sonneneinstrahlung, Lufttemperatur und Flughöhe ab.
Technik unterstützt – Menschen entscheiden.
Die Drohne ist ein Hilfsmittel. Sie sieht nicht zuverlässig durch dichtes Gras, Gebüsch oder andere Hindernisse. Deshalb gehören eine geeignete Einsatzplanung, geschulte Pilotinnen und Piloten sowie Helfer am Boden immer dazu.

Zur technischen Ausstattung gehören
Wärmebild und Kamera
Bildgestützte Suche und Kontrolle möglicher Fundstellen.
Akkus & Ladetechnik
Vorbereitung auf die geplante Einsatzzeit und Versorgung vor Ort.
Kommunikation & Rettungsmaterial
Abstimmung zwischen Drohnenpilot und Helfern sowie tierschonende Sicherung.
Häufige Fragen zur Technik
Kann eine Wärmebildkamera durch Gras sehen?
Nein. Wärmebildkameras erfassen Temperaturunterschiede auf sichtbaren Oberflächen und können nicht zuverlässig durch dichte Vegetation sehen.
Welche Drohne nutzt der Verein?
Der Verein nutzt eine DJI Matrice 4T mit Wärmebildtechnik zur Unterstützung der Wildtierrettung.
Warum erfolgt die Suche oft morgens?
In kühlen Morgenstunden sind Temperaturunterschiede zwischen Tieren und Umgebung häufig besser zu erkennen als bei starker Sonneneinstrahlung.
Kann eine Drohne eine Suche am Boden ersetzen?
Nein. Die Drohne ist ein Hilfsmittel für das Suchen und Lokalisieren möglicher Wärmequellen; Fundstellen werden durch geeignete Helfer kontrolliert.
Wer koordiniert die Suche?
Die Planung erfolgt in Abstimmung mit dem anfragenden landwirtschaftlichen Betrieb, der Jagdausübung und dem verfügbaren Team des Vereins.
Moderne Technik braucht Unterstützung.
Mit Spenden und Partnerschaften können wir Ausstattung, Versicherungen und die laufende Einsatzbereitschaft finanzieren.
Die Matrice 4T in unserer Vereinsarbeit
Unsere DJI Matrice 4T ist ein Werkzeug für strukturierte Suchmaßnahmen. Ihr Kamerasystem hilft, Flächen aus der Luft zu betrachten und mögliche Wärmequellen zu lokalisieren. Die Darstellung auf dem Steuerbildschirm unterstützt die Orientierung und Kommunikation zwischen Pilot und Helfern am Boden.
Der Verein hat die Drohne im September 2026 beschafft. Möglich wurde der Erwerb durch Fördermittel und Unterstützung, insbesondere durch Scheiben-Doktor Autoglas Halle; bei der Beschaffung unterstützte auch CopterPro. Eine solche Anschaffung ist jedoch erst der Anfang: Einsatzbereitschaft kostet dauerhaft Zeit und Geld.
Was erkennt die Wärmebildkamera – und was nicht?
Wärmebildkameras erfassen Wärmestrahlung sichtbarer Oberflächen. Ein warmes Objekt kann sich vom kühleren Untergrund abheben. Ein vermeintlich heller Punkt auf dem Bild ist aber nicht automatisch ein Rehkitz: Auch Boden, Pflanzen, Steine oder andere Tiere können ähnliche Signaturen erzeugen.
Wärmebild ist keine Röntgentechnik. Hinter dichtem Bewuchs können Wärmequellen verdeckt bleiben. Starke Sonneneinstrahlung heizt die Umgebung auf und verringert unter Umständen den Kontrast. Deshalb sind die Wahl des Suchzeitpunkts und eine sorgfältige Kontrolle möglicher Fundstellen wichtig.
Warum Einsätze häufig am frühen Morgen stattfinden
Nach einer kühlen Nacht können Temperaturunterschiede zwischen einem warmen Tier und dem umliegenden Gras besonders deutlich sein. Sobald Sonne und Boden die Fläche aufheizen, wird eine zuverlässige Interpretation oft schwieriger. Der optimale Zeitpunkt ist trotzdem immer wetter- und situationsabhängig.
Auch Wind, Regen, Tau und Vegetationshöhe verändern die Bedingungen. Ein Suchflug wird daher nicht nur nach Uhrzeit geplant, sondern nach den tatsächlichen Verhältnissen und den verfügbaren Helfern.
Unser Drohnenpilot: Matthias Selent

Matthias Selent ist Vereinsvorsitzender, Jäger, Wildschadenschätzer und Drohnenpilot. Bei der Wildtierrettung verbindet er den Einsatz moderner Wärmebildtechnik mit jagdlicher Erfahrung und der Abstimmung mit Landwirten und Jagdausübungsberechtigten.
Seine persönlichen Qualifikationen im Drohnenbereich: EU-Kompetenznachweis A1/A3, EU-Fernpilotenzeugnis A2 und ein zusätzliches BOS-Zertifikat.
Diese Nachweise ergänzen die praktische Einsatzplanung. Sie ersetzen keine erforderliche Genehmigung und berechtigen nicht automatisch zu Flügen unter besonderen Bedingungen. Für jeden Einsatz gelten die jeweils einschlägigen luftrechtlichen und sicherheitsbezogenen Vorgaben.
Technik, Team und sichere Flugplanung
Drohnenpilot
Plant den Flug im rechtlich zulässigen Rahmen, beachtet Luftraum und Sicherheit und steuert das Fluggerät verantwortungsvoll.
Bodenhelfer
Helfen bei der Kontrolle auffälliger Bereiche und unterstützen die mit den Verantwortlichen vereinbarten Schutzmaßnahmen.
Einsatzkoordination
Hält Kontakt mit Landwirtschaft und Jägerschaft, dokumentiert erforderliche Absprachen und berücksichtigt den Zeitpunkt der Mahd.
Was die Einsatzbereitschaft kostet
Neben dem Fluggerät benötigen wir passende Akkus, Lade- und Transporttechnik, funktionierende Kommunikation, Versicherung, Material zur tierschonenden Sicherung sowie Ausbildung und regelmäßige Übung. Auch Fahrten und Wartung müssen getragen werden.
Unternehmen und Privatpersonen können gezielt dabei helfen, Ausrüstung einsatzbereit zu halten. Wir erläutern auf Wunsch, welche Anschaffungen oder laufenden Kosten gerade Priorität haben.
